Lagebericht 2025

1. Darstellung des Geschäftsmodells

1.1. Grundlagen der Bank

Die Bürgschaftsbank Thüringen GmbH (BBT) ist eine Fördereinrichtung der Thüringer Wirtschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, vielversprechenden unternehmerischen Ideen des Thüringer Mittelstandes das notwendige Start- bzw. Erweiterungskapital zu verschaffen. Dazu übernimmt sie Bürgschaften gegenüber Banken, Sparkassen und Leasinggesellschaften sowie Garantien gegenüber privaten Kapitalbeteiligungsgesellschaften für den gewerblichen Mittelstand, Freiberufler und für Agrarunternehmen. Dabei orientiert sich die BBT als Förderinstitut sowohl an finanziellen Leistungsindikatoren, wie dem Neugeschäftsvolumen, das sich aus den genehmigten Bürgschaften und Garantien ergibt und dem Betriebsergebnis vor Bewertung, als auch an nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, wie den mit den Bürgschaften und Garantien geschaffenen bzw. gesicherten Arbeitsplätzen, die im Genehmigungsverfahren entsprechend avisiert wurden.

1.2. Wirtschaftsbericht  – Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2025 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. (Quelle: Statistisches Bundesamt; Pressemitteilung vom 15. Januar 2026).

Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen deutlich unterschiedlich. Im Verarbeitenden Gewerbe wurde 2025 im dritten Jahr in Folge weniger erwirtschaftet. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nahm gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % ab. Vor allem große Bereiche wie die Automobilindustrie und der Maschinenbau hatten Einbußen zu verzeichnen. Beide Branchen sahen sich stärkerer Konkurrenz auf den weltweiten Absatzmärkten ausgesetzt. In der Chemieindustrie und anderen energieintensiven Industriezweigen unterschritt die wirtschaftliche Aktivität das niedrige Niveau der Vorjahre nochmals leicht.
Auch für das Baugewerbe war 2025 erneut ein schwieriges Jahr. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung sank nochmals um 3,6 %, die Zahl der Insolvenzen nahm zu. Anhaltend hohe Baupreise bremsten insbesondere den Hochbau und das Ausbaugewerbe deutlich aus. Besser war die Lage im Tiefbau: Der Neubau und die Instandsetzung etwa von Stra-ßen, Bahnstrecken oder Energienetzen sorgten dafür, dass das Vorjahresniveau leicht übertroffen wurde.

Im Dienstleistungsbereich zeigte sich ein gemischtes Bild: So sank die preisbereinigte Bruttowertschöpfung der Unternehmensdienstleister im Vorjahresvergleich (-0,8 %). Die sonstigen Dienstleister, etwa für Sport, Unterhaltung und Erholung, mussten ebenfalls Einbußen hinnehmen (-0,3 %).

Im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung dagegen an (+1,2 %). Hierzu trug insbesondere der Einzelhandel bei. Das Gastgewerbe erwirtschaftete hingegen weniger als im Vorjahr. Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit wuchs die Wertschöpfung erneut (+1,4 %).

Sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben stiegen im Jahr 2025 preisbereinigt deutlich gegenüber dem Vorjahr. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben nahmen insgesamt um 1,4 % zu. Besonders für Gesundheit gaben die privaten Haushalte mehr Geld aus als im Vorjahr ( +3,8 %). (Quelle: Statistisches Bundesamt; Pressemitteilung vom 15. Januar 2026).

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2025 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von Besicherung geführt wird. Insbesondere bei kleineren Kreditbeträgen wird im gewerblichen Kreditgeschäft zunehmend auf Sicherheiten verzichtet. Die Wettbewerbsprodukte der Thüringer Aufbaubank und der Kreditanstalt für Wiederaufbau grenzen sich zum Teil durch unterschiedliche Größenklassen und Finanzierungssegmente ab.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2025 von durchschnittlich 46 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Gegenüber dem Vorjahr blieb der Wert nahezu unverändert. In Thüringen nahm die Zahl der Erwerbstätigen 2025 gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent ab und beträgt 1.003.900 Personen. Dies teilt das Thüringer Landesamt für Statistik auf Basis erster Berechnungen mit (Pressemitteilung vom 27.01.2026).

Die Thüringer Gewerbeämter übermittelten im Jahr 2025 insgesamt 12.028 Gewerbeanmeldungen, was über dem Vorjahresniveau liegt (+606 Anzeigen bzw. + 5,3 %). Die Zahl der Gewerbeabmeldungen blieb dagegen mit 12.104 Anzeigen nahezu auf Vorjahresniveau ( +0,4%) (Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik vom 11.02.2026).

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat 2025 in mehreren Schritten den Leitzins deutlich gesenkt – zuletzt am 05. Juni 2025 auf 2,15 Prozent, was insgesamt zu günstigen Finanzierungsbedingungen führt.

Die Wettbewerbssituation für die Bürgschaftsbank ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Im Mittelstandskreditgeschäft besteht ein unverändert spürbarer Wettbewerb zwischen den Kreditinstituten, welcher erfahrungsgemäß auch oft über die

1.3. Geschäftsverlauf der Bürgschaftsbank Thüringen

Ausgehend von einem geplanten Jahresergebnis in Höhe von T€ 263 und einem erwarteten Neugeschäftsvolumen von € 40 Mio. hat sich folgender Geschäftsverlauf für das Jahr 2025 ergeben:

Eingebettet in die zuvor aufgeführten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterschritt die Bank den Planwert in Höhe von € 40 Mio. im Neugeschäft leicht. Insgesamt betrug das genehmigte Volumen an Bürgschaften und Garantien € 37,3 Mio. (Vorjahr € 42,4 Mio.).

Insbesondere im Bereich Nachfolgefinanzierungen war eine unverändert starke Nach-frage der Unternehmer respektive der Hausbanken zu konstatieren. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 97 Bürgschaften bzw. Garantien übernommen, womit ein Investitionsvolumen von ca. € 110 Mio. ausgelöst und damit rund 250 neue Arbeitsplätze geschaffen bzw. ca. 1.400 Arbeitsplätze gesichert werden sollen.

Der Bestand an Bürgschaften und Garantien beläuft sich zum Jahresende 2025 auf € 245,3 Mio. und liegt damit leicht unter dem Vorjahresniveau (€ 253,4 Mio.). Insgesamt werden per Jahresultimo Bankkredite und Beteiligungen für 1.005 Unternehmen in Thüringen abgesichert.

Im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages waren Mitarbeiter der Abteilung Beteiligungsgeschäft, der Abteilung Betriebsmanagement, des Geschäftsführungssekretariates und der Abteilung Rechnungswesen/Controlling für die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Thüringen mbH tätig.

 

2. Ertrags- / Vermögens- und Finanzlage

2.1. Ertragslage

Das Betriebsergebnis vor Bewertung und vor Steuern in Höhe von T€ 1.251 ist gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.213) um 3,1 % geringfügig gestiegen, was hauptsächlich auf höhere Erträge aus der Geschäftsbesorgung der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (T€ +117), höhere Zinserträge (T€ +52), geringere sonstige betriebliche Aufwendungen (T€ 144) und gestiegene Personalkosten (T€+71) zurückzuführen ist. Die Verwaltungsaufwendungen liegen deutlich unter der Planung (T€ 4.620) und bewegen sich zum Stichtag mit T€ 4.220 nur leicht über dem Vorjahresniveau (T€ 4.044).

Der Zinsüberschuss beträgt T€ 496 (Vorjahr T€ 445). Auf eine ursprünglich angedachte Teilausschüttung aus dem bankeigenen Spezialfonds (T€ 370) wurde wie im Vorjahr verzichtet.

Die Erträge aus Bearbeitungsgebühren sowie Bürgschafts- und Garantieprovisionen beliefen sich im Jahr 2025 auf T€ 3.584 (Vorjahr T€ 3.619).

Aus der Geschäftsbesorgung der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Thüringen mbH (MBGT) durch die Bank wurde im Geschäftsjahr ein Ertrag in Höhe von T€ 1.377 (Vorjahr T€ 1.260) erzielt.

Der Personalaufwand in Höhe von T€ 2.768 (Vorjahr T€ 2.697) hat sich insbesondere aufgrund Tarifanpassungen erhöht. Im Geschäftsjahr 2025 waren neben der Geschäftsführung durchschnittlich 29 Mitarbeiter (Vorjahr 29, davon 4 Teilzeitkräfte und eine geringfügig Beschäftigte) angestellt.

Die Sachaufwendungen in Höhe von T€ 1.452 liegen über dem Niveau des Vorjahres (T€ 1.347), jedoch unter der Planzahl (T€ 1.690). Ursächlich hierfür sind deutlich geringere IT-Kosten als geplant.

Das Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft hat sich im Berichtsjahr mit T€ -1.251 gegenüber dem (Vorjahr T€ -1.206) leicht erhöht. Die Pauschalwertberichtigung ermittelt sich unter Beachtung des IDW RS BFA 7 und beträgt unverändert T€ 1.240. Die erzielten Regresserlöse von T€ 230 liegen unter dem Vorjahreswert (T€ 271).

Mit Einzel- und Pauschalwertrückstellungen von insgesamt T€ 12.787 (Vorjahr T€ 12.774) ist für die Risiken aus dem Kreditgeschäft ausreichend Risikovorsorge getroffen worden.

Für Wertpapiere des Anlagebestands erfolgen in Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips keine Abschreibungen. Alle Papiere werden grundsätzlich bis zur Endfälligkeit gehalten.

Für das Geschäftsjahr wird ein positives Jahresergebnis von T€ 188 (Vorjahr T€ 447) ausgewiesen, welches unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der ursprünglichen Planzahl von T€ 263 und der nicht erfolgten Ausschüttung aus dem Spezialfond in Höhe von T€ 370 als zufriedenstellend eingeschätzt wird.

 

2.2. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage der Bank ist durch die Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen in Höhe von € 288 Mio. (Vorjahr € 296,1 Mio.) gekennzeichnet. Die außerbilanziellen Verpflichtungen sind gegenüber dem Vorjahr um€ 8,1 Mio. gesunken.

Die Bilanzsumme setzt sich auf der Aktivseite hauptsächlich aus den Forderungen an Kreditinstitute (€ 11,1 Mio.; Vorjahr€ 12,9 Mio.), aus dem Spezialfonds (€ 24,2 Mio.; Vorjahr€ 24,2 Mio.) und aus festverzinslichen Wertpapieren(€ 19,5 Mio.; Vorjahr€ 17,7 Mio.) zusammen.

Die Forderungen an Kreditinstitute betreffen neben täglich fälligen Forderungen von
€ 3,6 Mio. (Vorjahr€ 2,8 Mio.) vor allem Termingeldanlagen bei drei Kreditinstituten in Höhe von€ 7,5 Mio., davon € 3,5 Mio. bei zwei Gesellschafterbanken (Vorjahr€ 6,8 Mio.) mit Restlaufzeiten bis zu sechs Jahren.

Dem stehen auf der Passivseite hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Rückstellungen mit
€ 14,2 Mio. (Vorjahr€ 14,2 Mio.) sowie bilanzielle Eigenmittel von€ 40,8 Mio. (Vorjahr€ 40,6 Mio.) gegenüber.

Bei den Rückstellungen handelt es sich zum überwiegenden Teil um Vorsorgen für Inanspruchnahmen aus dem Bürgschafts- und Garantiegeschäft.

Die Eigenmittel der Bank werden sich nach Feststellung des Jahresabschlusses 2025 infolge Gewinnthesaurierung auf € 40,7 Mio. (Vorjahr € 40,6 Mio.) erhöhen und sind damit für die Risikotragfähigkeit der Bank sowie die Entwicklungsmöglichkeiten für die kommenden Jahre ausreichend bemessen.

Die Gesamtkapitalquote nach Artikel 92 CRR lag zum Stichtag bei 45,29 % und im Berichtsjahr jederzeit deutlich über der aufsichtsrechtlich geforderten Quote von 13,25 % (inklusive SREP-Zuschlag und Kapitalerhaltungspuffer gemäß § 10 c KWG).

Die Eventualverbindlichkeiten vor Absetzung von Einzel- und Pauschalrückstellungen (€ 245,3 Mio.; Vorjahr € 253,4 Mio.) bestehen für übernommene Bürgschaften und Garantien.

Die Finanzlage der Bank war in 2025 durch eine stets ausreichende Liquidität gekennzeichnet. Über das Geschäftsjahr hinweg werden ausreichend hohe und kurzfristig verfügbare Bankguthaben unterhalten. Die Vorschriften der Liquiditätsverordnung werden eingehalten. Die Zahlungsbereitschaft war und ist auch zukünftig jederzeit gewährleistet.

Zusammenfassend sieht die Geschäftsführung die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft unverändert als geordnet an.

3. Risikobericht

3.1. Risikomanagementsystem

Die Bürgschaftsbank Thüringen hat als Wirtschaftsförderinstitut die Aufgabe, für kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und für Angehörige der freien Berufe Hausbankkredite zu verbürgen bzw. Beteiligungen zu garantieren. Das Eingehen von Risiken für diese Finanzierungsvorhaben ist Grundlage des Geschäftsmodells einer Bürgschaftsbank und unabdingbar mit unserer Geschäftstätigkeit verbunden. Daneben bestehen weitere Risiken aus der Anlage liquider Mittel und aus sogenannten operationellen Risiken.

Rahmenbedingungen für die Gestaltung der angewendeten Methoden und Verfahren im Risikomanagement bilden die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie weitere aufsichtsrechtliche Anforderungen wie beispielsweise die EBA-Guidelines und die BAIT. Grundlage für die Geschäftstätigkeit der Bank bildet die Geschäfts- und Risikostrategie. Ausgehend von einer Analyse der externen und internen Einflussfaktoren sowie der bestehenden Strukturen hat die Bank die Chancen und Risiken ihrer Geschäftstätigkeit analysiert. Darauf aufbauend wurden für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten strategische Ziele festgelegt und Maßnahmen abgeleitet. Ferner erfolgen im Rahmen der Strategie eine Darstellung der wesentlichen Risiken der Bank sowie Erläuterungen zu den wesentlichen Maßnahmen zur Steuerung und Begrenzung dieser Risiken.

Der Risikomanagementprozess beinhaltet alle Aktivitäten zum systematischen Umgang mit Risiken. Für das Risikomanagement bestehen in der schriftlich fixierten Ordnung der Bank ausführliche Dokumente. Insbesondere im Risikohandbuch der Bank werden Ziele, Methoden, Verfahren, Instrumente, Verantwortlichkeiten etc. des Risikomanagements dargestellt. Die Bank hat Arbeitsabläufe installiert, die es ihr ermöglichen, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten, abzumildern und einer ständigen Kontrolle zu unterwerfen.

3.2. Risikotragfähigkeit

Unser Risikotragfähigkeitskonzept beinhaltet sowohl eine Risikotragfähigkeitsrechnung in ökonomischer Perspektive, als auch eine normative Perspektive auf Basis der Kapitalplanung.

Ziel der normativen Perspektive ist die Einhaltung der regulatorischen und aufsichtlichen Kapitalanforderungen. Diese umfassen die Kernkapitalanforderung, den SREP-Zuschlag, den Kapitalerhaltungspuffer sowie die Eigenmittelzielkennziffer. Der Kapitalplanungsprozess ist Bestandteil der mittelfristigen Planung und stellt das Instrument zur Überprüfung der normativen Risikotragfähigkeit und damit der Nachhaltigkeit unseres Geschäftsmodells auf Basis der strategischen Ausrichtung dar.

Ziel in der ökonomischen Perspektive ist die langfristige Fortführung des Instituts auf Basis der eigenen Substanz und Ertragskraft sowie der Schutz der Gläubiger vor ökonomischen Verlusten. Die Risikomessung rückt den Marktwert bzw. wirtschaftlichen Wert des Instituts in den Fokus, sie ist zeitpunktbezogen und bezieht sich auf einen einjährigen Risikobetrachtungshorizont. Mit der Aufsichtsmitteilung vom 26.11.2024 veröffentlichte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) Erleichterungen im Risikomanagement für kleine und sehr kleine Kreditinstitute. Die Bank entspricht allen im Schreiben normierten Kriterien und hat daher die Möglichkeit genutzt, den im Rahmen des bankinternen Risikotragfähigkeitskonzeptes bisher verwendeten barwertnahen Ansatz durch ein „Säule 1 „plus“-Verfahren zu ersetzen. Dieser Ansatz erlaubt es, zu den Kapitalanforderungen der Säule 1 vereinfacht ermittelte Risikowerte (bspw. aus dem
»Baseler Zinsschock«) für nicht hinreichend durch die Säule 1 berücksichtigte oder weitere wesentliche Risiken hinzuzuaddieren (sog. ,,Säule 1-Plus-Ansatz“). Die Umstellung auf den neuen Ansatz erfolgte zum Stichtag 30. September 2025.

Die Ermittlung des Risikodeckungspotenzials erfolgt quartalsweise aus den Eigenmitteln gemäß CRR sowie den stillen Reserven bzw. Lasten aus Eigenanlagen und bleibt im Säule 1 „plus“-Ansatz gegenüber der bisherigen barwertnahen Herleitung unverändert.

Für die im Rahmen der Risikotragfähigkeit betrachteten Risiken werden durch die Geschäftsführung Limite festgelegt. Die Limitierung wird unverändert nur für das Standardszenario vorgenommen, da dieses zur Steuerung des laufenden Geschäftsbetriebes dient. Für alle wesentlichen Risikoarten werden Stresstestberechnungen durchgeführt, dabei werden Extremszenarien betrachtet (adverser Stress) und deren Auswirkung auf die Risikotragfähigkeit untersucht. Die Risikotragfähigkeit ist gegeben, wenn die wesentlichen Risiken durch die Risikodeckungsmasse bzw. das Gesamtbank-Risikolimit gedeckt sind. Über die Ergebnisse der Berechnung der Risikotragfähigkeit werden die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat im vierteljährlichen Risikobericht ausführlich informiert.

3.3. Risikoinventur/Risikoarten

Grundlage für ein erfolgreiches Risikomanagement ist die systematische Erfassung und Analyse aller für die Bank wesentlichen Risiken. Im Rahmen der Durchführung der ganzheitlichen Risikoinventur werden mindestens einmal jährlich alle auf die Bank einwirken-den Risiken betrachtet, auf Veränderungen untersucht und eine Risikobewertung vorgenommen. Dabei werden auch Nachhaltigkeitsrisiken einbezogen, wobei diese nicht als gesonderte Risikoart, sondern zu anderen Risikoarten (wie Kreditrisiken, Spreadrisiken, Reputationsrisiken) zugehörig gesehen werden. Nachhaltigkeitsrisiken wirken als Risikotreiber und können eine verstärkende Wirkung auf diese Risikoarten haben.

Im Ergebnis der im August 2025 stattgefundenen Risikoinventur hat die Bank für ihre Geschäftstätigkeit unverändert Adressenausfallrisken, Kreditspreadrisiken (als Teil der Marktpreisrisiken), Marktpreisrisiken sowie operationelle Risiken als wesentlich eingestuft.

3.3.1 Adressenausfallrisiko

Die Adressausfallrisiken resultieren im Wesentlichen aus der Übernahme von Bürgschaften und Garantien sowie aus den Eigenanlagen.

Die BBT übernimmt Bürgschaften und Garantien unter Beachtung der Rückbürgschafts-/ Rückgarantieerklärungen des Bundes und des Freistaates Thüringen und unter Beachtung beihilferechtlicher Vorgaben der EU in der zum Zeitpunkt der Bewilligung jeweils geltenden Fassung. Die Rückbürgschaften und -garantien von Bund und Freistaat von zusammen 65 % der übernommenen Bürgschaften sowie 70 % der Beteiligungsgarantien reduzieren unser Risiko, ebenso die Rückgarantie vom Bund in Höhe von 80 % für den ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge.

Zur Begrenzung des Adressenausfallrisikos im Kreditgeschäft besteht bei Bürgschaften eine Obergrenze von € 2,0 Mio. und bei Garantien für Beteiligungen im Regelfall eine Obergrenze von T€ 1.050 pro Kreditnehmereinheit. Seit 01.11.2024 können zudem Garantien zur Absicherung des ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge gegenüber der KfW in Höhe von max. 1.500 Tsd. Euro übernommen werden.

Bei der Vergabe von Bürgschaften und Garantien wird das VDB-Rating-System der Bürgschaftsbanken genutzt. Neue Engagements und Engagementausweitungen sind grundsätzlich bis Rating-Klasse 7 des durch die Creditreform AG entwickelten 13-stufigen VDB-Ratingsystems möglich. Nur in begründeten Ausnahmefällen ist die Ratingklasse 8 sowie im Segment der Neugründungen die Ratingklasse 9 zugelassen. Die Kreditvergabe erfolgt dabei stets im Rahmen einer Einzelfallentscheidung unter Berücksichtigung der Bonität, Kreditwürdigkeit und Zukunftsaussichten der Kreditnehmer auf Basis der internen Arbeitsanweisungen zur Kreditprüfung.

Unter dem Aspekt der für alle mittelständischen Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe jederzeit zugänglichen Förderbank verzichtet die BBT auf eine über die oben beschriebene Limitierung der Adressenausfallrisiken hinausgehende Steuerung nach Branchenschwerpunkten, geografischer Streuung oder Größenklassen. Signifikante Branchenrisiken bestanden aufgrund des breit diversifizierten Kreditgeschäftes der BBT bisher nicht.

Adressenausfallrisiken der Bürgschaftsbank im Bürgschafts- und Garantiegeschäft werden durch Einzel- und Pauschalwertrückstellungen in ausreichendem Umfang abgeschirmt.

Zur Minimierung der Adressenausfallrisiken bei den Eigenanlagen sind Festlegungen in der Anlagestrategie der Bank getroffen worden. Geld- und Kapitalmarktgeschäfte dürfen ausschließlich im „Investment-Grade“ Bereich (Moody ‚s bis Baa 3, Standard & Poor ‚s bis BBB-) getätigt werden. Anlagen in Tages- und Termingelder bzw. in Wertpapiere dürfen nur im Rahmen der durch die Geschäftsführung festgelegten Emittenten- und Kontrahentenlimite erfolgen.

Die Risikoquantifizierung des Adressausfallrisikos beruhte bis zum 30.06.2025 auf einem internen Modell (Gordy-Modell). Die über das VDB-Rating zur Verfügung gestellten Wahrscheinlichkeiten zur Abbildung erwarteter Ausfälle wurden pro Ratingklasse unter Berücksichtigung eines konservativen Anpassungsfaktors ermittelt. Unerwartete Verluste bildete die Bank über ein Gordy-Modell ab, welches auch mögliche Konzentrationsrisiken innerhalb des Portfolios durch Verwendung marktgängiger Methoden (Herfindahl-Hirschmann-Index) mitberücksichtigt. Dem Risikoszenario lag ein Konfidenzniveau von 99,9 % zugrunde.

Ab dem dritten Quartal 2025 werden die Adressrisiken für das Bürgschafts- und Garantiegeschäft, die in der Säule 1 gemäß CRR mit Eigenmitteln zu unterlegen sind, nach der regulatorischen Risikomessung berücksichtigt. Hierfür werden die jeweils aus dem Risiko resultierenden Eigenmittelanforderungen (risikogewichteter Positionsbetrag multipliziert mit 8 %) angesetzt. Im adversen Stressszenario wird angenommen, dass sich durch Ratingklassenmigrationen das jeweilige Risikogewicht erhöht und damit einhergehend eine höhere Eigenkapitalunterlegung ergibt.

Im Rahmen des Risikomanagements wurde von der Bank hinsichtlich der Risikotragfähigkeit für das mit Adressenausfallrisiko behaftete Geschäft ein Limit im Standardszenario von T€ 7.000 festgesetzt, welches zum Bilanzstichtag mit T€ 6.381 zu 91,2 % ausgelastet war.

3.3.2 Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken bestehen für die Bank grundsätzlich von den von ihr getätigten Anlagen im Eigenbestand und im Spezialfonds. Dabei ist sichergestellt, dass Eigenhandelsgeschäfte nur im Rahmen klar definierter Rahmenbedingungen und Kompetenzregelungen getätigt werden. Für den Fonds besteht eine separate Anlagestrategie einschließlich Limitvorgaben {,,Anlagerichtlinien“), die regelmäßig überprüft und mit dem Fondsmanagement abgestimmt werden. Für die Ermittlung der Risiken der im Spezialfonds vorhandenen Anlagen wird eine Durchschau vorgenommen.

Da die im Bankportfolio befindlichen festverzinslichen Wertpapiere in der Regel bis zur Endfälligkeit gehalten werden, bestehen „echte“ Marktpreisrisiken hauptsächlich in den im Spezialfonds enthaltenen volatilen Aktienbeständen. Potenzielle Verlustrisiken aus Zins-, Spread- und Kursänderungen werden mindestens vierteljährlich analysiert.

Bis zum 30.06.2025 wurde für die Messung des Marktpreisrisikos ein Value at Risk mit Hilfe einer historischen Simulation und szenarioabhängigen Barwertveränderungen ermittelt. Die Risikomessung erfolgt im Standardszenario rollierend mit einer Haltedauer von 250 Tagen {12 Monaten) und einem Konfidenzniveau von 99,9 Prozent.

Ab dem dritten Quartal 2025 erfolgt die Quantifizierung der Zinsänderungsrisiken entsprechend den Vorgaben für die Meldung nach IRRBB. Im Rahmen der Berechnung werden die zinssensitiven Aktiva (Wertpapiere/Termingelder) entsprechend ihrer Restlaufzeit eingeordnet. Im Basisszenario wird durch eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 200 Basispunkte nach oben der barwertige Effekt entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorgaben ermittelt. Zur Messung des Zinsänderungsrisikos im adversen Stresstest wird ein Zinsschock in Form einer Parallelverschiebung um 300 Basispunkte betrachtet.

Für den quantitativen Ansatz der Spread- und Aktienkursrisiken werden die für den LSI-Stresstest aufsichtlich normierten Parameter herangezogen. Da es sich hier um gestresste Werte handelt, werden im Basisszenario jeweils 50 % und im adversen Szenario jeweils 100 % der vorgegebenen Parameter berücksichtigt. Methodisch entspricht die Ermittlung der Spreadrisiken dem aufsichtsrechtlichen Vorgehen zur Ermittlung der Zinsänderungsrisiken im Rahmen des IRRBB Bei den Aktienkursrisiken handelt es sich dabei um absolute Wertabschläge, die pauschal angesetzt werden; eine modellbasierte Ermittlung findet nicht statt.

Von der Bank wurde für das mit Marktpreisrisiken behaftete Geschäft ein Limit im Standardszenario von T€ 8.500 festgesetzt, welches zum Bilanzstichtag mit T€ 7.167 zu 84,3 % ausgelastet war.

 

3.3.3 Operationelle Risiken

Zur Identifizierung operationeller Risiken führt die Bank jährlich ein Self-Assessment durch. Die ermittelten Risiken werden im Rahmen dieser Risikopotenzialanalyse hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und den bei Risikoeintritt zu erwartenden Schäden analysiert.

Zur Erfassung der operationellen Risiken, das heißt die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten, nutzt die Bank eine Schadensfalldatenbank, in welcher alle Schadensfälle ab einer Bruttoschadenshöhe von T€ 5 erfasst, analysiert und gegebenenfalls Steuerungsmaßnahmen ergriffen werden. Anzahl und Umfang der bisher registrierten Schadensfälle sind sehr gering.

Die operationellen Risiken werden im Standardszenario in Höhe des aufsichtlich normierten Ansatzes STA (Artikel 311a ff. CRR III) mit T€ 767 angesetzt (Limit T€ 1.000). Im adversem Stresstest wird ein pauschaler Verlust hinzugerechnet (STA zzgl. T€ 400).

 

3.3.4 Liquiditätsrisiken

Da die eingegangenen Bürgschafts- und Garantiegeschäfte der Bank Eventualverbindlichkeiten sind, die grundsätzlich keine Liquidität oder Refinanzierung benötigen, wird das Liquiditätsrisiko als nicht wesentlich für die BBT eingeschätzt und daher nicht in die Risikotragfähigkeitsberechnung einbezogen. Eine angemessene Berücksichtigung in den Risikocontrolling- und Steuerungsprozessen der Bank ist gewährleistet.

Dem Risiko unerwarteter Liquiditätsabflüsse durch erhöhte Bürgschafts- bzw. Garantieinanspruchnahmen wird dadurch Rechnung getragen, dass jederzeit eine freie Mindestliquidität in Höhe von € 1 Mio. in Form von Sichtguthaben bzw. Tagesgeldern vorzuhalten ist. Darüber hinaus erstellt die Bank vierteljährlich eine detaillierte Liquiditätsplanung inklusive Stresstest auf monatlicher Basis für einen rollierenden Betrachtungszeitraum über 12 Monate. Im Rahmen der rollierenden Liquiditätsplanung wird im Stressszenario der Abfluss von liquiden Mitteln aufgrund verdoppelter Ausfallzahlungen simuliert.

Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Bilanzstichtag € 3,6 Mio. Als Liquiditätsreserve wurden zudem der Spezialfonds über € 39,8 Mio. (Marktwert) und sechs Wertpapiere über nom. € 8,3 Mio. definiert.

Die Liquiditätskennzahl gemäß Liquiditätsverordnung wurde im Berichtsjahr stets eingehalten. Zum 30.11.2025 betrug sie 12,26 (erforderlich 1,0).

 

3.3.5 Sonstige Risiken

Den Mindestanforderungen an das Risikomanagement entsprechend analysieren wir weitere Risikoarten (z.B. Reputationsrisiken, Ertragsrisiken, strategisches Risiken). Die Wesentlichkeit dieser Risiken wird von uns regelmäßig im Rahmen der Risikoinventur überprüft. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als aufsichtsrechtlich unwesentlich ein.

3.4. Zusammenfassung

Die von der Bank verwendeten Verfahren zur Messung und Steuerung der Risiken sind angemessen auf den Geschäftsbetrieb der Bank sowie auf die Art und die Komplexität der Geschäfte der Bank ausgerichtet. Die Risikotragfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr in den von uns definierten Standard- und Stressszenarien jederzeit gegeben. Die Berechnung der Risikotragfähigkeit ergab zum Bilanzstichtag im Standardszenario eine Auslastung des Gesamtbanklimits von T€ 16.500 mit 86,8 %.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögenssituation der Bank auch im Berichtszeitraum 2026 gegeben.

 

4. Chancen- und Prognosebericht

Das im Vorjahr im Prognosebericht erwartete Neugeschäft für 2025 (€ 40 Mio.) konnte mit € 37,3 Mio. nicht ganz erreicht werden. Mit Rückgaben, Sondertilgungen und Ausfällen lag der Bürgschafts- und Garantiebestand (€ 245,3 Mio.) zum Bilanzstichtag leicht über Plan (€ 244,3 Mio.). Die prognostizierten Zahlen bei den Provisionserträgen (rd. T€ 3.700) konnten mit T€ 3.584 dagegen nicht erreicht werden.

Gemäß aktueller Frühjahrsprognose der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute erholt sich die Wirtschaft dieses Jahr nur leicht. 2026 wird mit einem Anstieg des BIP um 0,6 und für 2027 wird mit einem Plus von 0,9 Prozent gerechnet.

Getragen wird das Wirtschaftswachstum von staatlichen Ausgaben. Die im Vergleich zur Herbstprognose deutlich reduzierten Zahlen hängen ursächlich mit den infolge des Iran-Krieges stark gestiegenen Energiekosten und den damit verbundenen Kaufkraftverlusten zusammen.

Schon immer wurde dem Aspekt eines nachhaltigen Geschäftsmodells bei der Kreditvergabe große Beachtung in der Bank geschenkt. Bei Bürgschaften und Garantien werden ESG – Kriterien aus den Bereichen Umwelt (Environmental), soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance) berücksichtigt. Sie dürften neben den betriebswirtschaftlichen Aspekten zukünftig eine größere Rolle spielen und neben zusätzlichem administrativem Aufwand auch neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.

Dies vorausgeschickt gehen wir für 2026 von einem Neugeschäft von € 40 Mio. aus. Der Bestand an Bürgschaften und Garantien wird sich voraussichtlich weiter reduzieren (Plan € 240,7 Mio.).

Das Zinsergebnis wird sich aufgrund der in den letzten beiden Jahren getätigten Neuanlagen mit höheren Zinsen verbessern.

Für 2026 wird von steigenden Provisionserträgen aus dem Bürgschafts- und Garantiegeschäft (T€ +71), einem sinkenden Geschäftsbesorgungsentgelt der MBGT (T€ -207) sowie von einem höheren Zinsergebnis inklusive Fondsausschüttung (T€ +584) ausgegangen. Wie in den Vorjahren wurde für 2026 zunächst eine Teilausschüttung aus dem Spezialfonds (T€ 585) eingeplant. Die Personalkosten werden sich aufgrund von Tariferhöhungen erhöhen (T€ +122). Bei den Sachkosten wird ebenso mit einem deutlichen Anstieg (T€ +258) gerechnet. Grund hierfür sind stark steigende IT Kosten aufgrund gemeinsam geplanter Projekte der Bürgschaftsbanken.

Für 2026 wird ein Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von T€ 1.235 erwartet, welches leicht unter dem Wert für 2025 liegt (T€ 1.250). Für das Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft (Plan T€ -1.200) wird eingeschätzt, dass sich dieses weiterhin auf dem Niveau der beiden Vorjahre bewegen wird. Für Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden aufgrund von Kurserholungen Zuschreibungen von rd. T€ 140 geschätzt. Für das Geschäftsjahr 2026 wird mit einem positiven Ergebnis von T€ 175 (Vorjahr T€ 188) gerechnet

Durch die Rückbürgschafts-/Rückgarantieerklärungen von Bund und Land für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis 31.12.2027 sowie die De-minimis-Verordnung der EU ab 01.01.02024 sind die Grundlagen für unsere Fördertätigkeit weiterhin gegeben.

Am 28. Februar 2026 trat ein militärischer Konflikt zwischen Israel und den USA einerseits und dem Iran andererseits ein. Der Kriegsausbruch hat den Druck auf Lieferketten erhöht und zu steigenden Energiepreisen sowie zu Reaktionen auf den Rohstoff- und Finanzmärkten geführt. Dieses Ereignis hatte keinen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-oder Ertragslage zum 31. Dezember 2025, kann jedoch aufgrund möglicher Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Wirtschaftlichkeit unserer Kunden und in der Folge – wenn auch zeitverzögert – auf das Bürgschafts- und Garantiegeschäft haben und somit die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Bank beeinträchtigen.

Wesentliche Risiken für die Geschäftsentwicklung der BBT werden derzeit nicht gesehen.

Erfurt, 27. März 2026

Bürgschaftsbank Thüringen GmbH

 

Michael Burchardt Stefan Schneider